Design Layout Guide

Grid, Flexbox & Subgrid visuell erklärt

Gute Layouts sind klar, responsiv und leicht wartbar. Dieser Guide zeigt dir, wann du welche CSS-Technik nutzt, welche Viewport-Größen typisch sind und wie du Designs für Desktop, Tablet und Smartphone bewertest.

Viewport Orientierung

Typische Gerätebreiten in CSS-Pixeln

Für Webdesign sind meist CSS-Pixel wichtiger als echte Display-Pixel. Ein Smartphone kann technisch über 1000 physische Pixel breit sein, wird im Browser aber oft als ungefähr 360 bis 430 CSS-Pixel dargestellt.

Kleine Smartphones
320–375

CSS-px Breite, häufig bei älteren oder sehr kompakten Geräten.

Normale Smartphones
390–430

Sehr häufige Planungsgröße für moderne mobile Layouts.

Tablets
768–1024

Oft genug Platz für 2 Spalten, aber Touch-Bedienung bleibt wichtig.

Desktop / Laptop
1280–1920

Mehr Raum für Navigation, Sidebars, große Bilder und komplexe Raster.

Praxiswerte

Durchschnittliche Layoutgrößen

Die Werte sind Orientierungspunkte. Besser ist: Mobile-first starten, dann Breakpoints setzen, sobald Inhalt zu eng wird oder zu viel Leerraum entsteht.

Gerät Typische Breite Typische Höhe Gute Layout-Idee Worauf achten?
Smartphone klein 320–375 px 568–812 px 1 Spalte, kurze Texte, große Touch-Ziele Keine horizontalen Scrollbereiche, keine zu kleinen Buttons.
Smartphone normal/groß 390–430 px 800–932 px 1 Spalte, Cards untereinander, Sticky CTA möglich Abstände nicht zu groß, sonst wirkt die Seite leer und lang.
Tablet Portrait 768–834 px 1024–1194 px 2 Spalten, größere Cards, klare Abschnitte Nicht einfach Desktop verkleinern; Touch-Flächen bleiben groß.
Tablet Landscape 1024–1194 px 768–834 px 2–3 Spalten, optional Sidebar Zeilenlängen begrenzen, damit Text lesbar bleibt.
Laptop 1280–1440 px 720–900 px 3 Spalten, Hero + Cards, Navigation sichtbar Maximale Inhaltsbreite setzen, sonst werden Texte zu breit.
Desktop groß 1536–1920+ px 900–1080+ px Großzügiges Raster, Sidebars, visuelle Hierarchie Nicht alles über die ganze Breite strecken; Container nutzen.
Layout Methoden

Welche Technik passt zu welchem Format?

Alle drei Techniken können responsiv sein. Entscheidend ist, ob du eine Achse, zwei Achsen oder verschachtelte Ausrichtung lösen möchtest.

Flexbox

Ideal für lineare Inhalte

Flexbox organisiert Elemente entlang einer Hauptachse. Perfekt, wenn Inhalte flexibel wachsen, umbrechen oder gleichmäßig verteilt werden sollen.

Beispiel: Navigation / Kartenreihe
Logo
Menü
CTA
DesktopSehr geeignet
TabletSehr geeignet
SmartphoneSehr geeignet
CSS Grid

Ideal für Seitenraster

Grid steuert Zeilen und Spalten gleichzeitig. Stark für Header, Sidebar, Content, Dashboards und Card-Übersichten.

Beispiel: Dashboard / Magazin
Content
Info
Aktion
DesktopSehr geeignet
TabletSehr geeignet
SmartphoneGeeignet mit Anpassung
Subgrid

Ideal für konsistente Details

Subgrid lässt verschachtelte Elemente das Raster des Elternbereichs übernehmen. So bleiben Titel, Texte und Buttons sauber ausgerichtet.

Beispiel: Vergleichskarten
Basic Plan
Kurz und günstig für kleine Seiten.
Wählen
Pro Plan mit längerer Headline
Mehr Module, mehr Kontrolle und bessere Skalierung.
Wählen
Team
Für mehrere Personen und klare Workflows.
Wählen
DesktopSehr geeignet
TabletGeeignet
SmartphoneGezielt einsetzen
Interaktiver Test

Layout-Generator

Stelle Breite, Layout-Methode, Spalten und Abstand ein. Die Bewertung darunter zeigt, wie gut die gewählte Kombination für Desktop, Tablet und Smartphone geeignet ist.

390 pxSmartphone
1 SpalteContent Cards
16 pxWhitespace
Smartphone · 390 px · 1 Spalte Tipp: Teste besonders 360, 390, 768, 1024 und 1440 px.
Desktop

Tablet

Smartphone

Beispiele

Schlechtes vs. gutes Webdesign

Kleine Webseitenbilder zeigen typische Fehler und bessere Alternativen. Achte besonders auf Hierarchie, Abstand, Lesbarkeit und mobile Nutzung.

Schlechtes Beispiel Nicht empfehlenswert
HomeProdukteÜber unsKontaktLoginSupport
SALE!!!
Sehr viel Text in sehr kleiner Schrift ohne klare Hierarchie. Alles konkurriert gleichzeitig um Aufmerksamkeit.
JETZT
Drei Spalten werden auch auf kleinen Screens erzwungen. Dadurch wird Lesen mühsam.
CLICK
Keine klaren Abstände, keine Priorität, kein ruhiger Fokus.
  • Zu viele Spalten auf kleinen Geräten.
  • Keine klare visuelle Reihenfolge.
  • Zu kleine Schrift und zu wenig Weißraum.
Gutes Beispiel Empfehlenswert
  • Klare Hierarchie mit starkem Hauptbereich.
  • Gute Abstände und ruhige Flächen.
  • Layout kann auf Mobile einfach einspaltig werden.
Tipps & Tricks

Professionelle Regeln für responsive Layouts

Diese Regeln helfen dir, Layouts zu bauen, die nicht nur funktionieren, sondern hochwertig wirken.

Gute Praxis

  • Plane zuerst den Inhalt, dann das Raster.
  • Nutze max-width, damit Texte auf Desktop nicht zu breit werden.
  • Arbeite mit einem Abstandssystem, z. B. 8, 16, 24, 32, 48 px.
  • Buttons sollten auf Touch-Geräten mindestens ca. 44 px hoch sein.
  • Nutze clamp() für flexible Schriftgrößen.
  • Prüfe echte Zwischenbreiten, nicht nur iPhone und Desktop.

Typische Fehler

  • Desktop-Layout einfach auf Mobile zusammenquetschen.
  • Zu viele Breakpoints statt flexibler Komponenten.
  • Zu kleine Schrift, zu kleine Klickflächen und zu wenig Kontrast.
  • Feste Pixelbreiten für große Container.
  • Horizontales Scrollen durch zu breite Bilder oder Tabellen.
  • Jede Card unterschiedlich ausrichten, obwohl Subgrid helfen könnte.

Merksatz

Nutze Flexbox für kleine Komponenten, Grid für die Seitenstruktur und Subgrid für präzise Ausrichtung in verschachtelten Cards. Setze Breakpoints dort, wo dein Inhalt sie braucht — nicht nur, weil ein bestimmtes Gerät existiert.